Discussion:
Richardsen Holzhäuser
(zu alt für eine Antwort)
MR
2006-10-27 16:06:58 UTC
Wir möchten Anfang 2007 ein Holzhaus mit ca. 100 qm in eingeschossiger
Bauweise bauen. Besonders gut haben uns die Häuser der Firma
Richardsen aus 25842 West-Langenhorn gefallen: darüber hinaus scheinen
die Mitarbeiter dort sehr freundlich zu sein! Hat jemand Erfahrungen
mit dieser Firma sammeln können?
Marianne Bloss
2006-10-27 16:41:36 UTC
Post by MR
Wir möchten Anfang 2007 ein Holzhaus mit ca. 100 qm in eingeschossiger
Bauweise bauen. Besonders gut haben uns die Häuser der Firma
Nächstes Mal lieferst du gleich einen Link mit, oder denkst du, die
Leute haben zuviel Zeit?

http://www.holzhaeuser-richardsen.de

Die Optik ist Geschmackssache würde ich sagen, aber das einzige
mitgelieferte Detail ist derart fehler- und mangelhaft, dass es einem
graust. Die nicht gezeigten Details sind bestimmt noch schlimmer.
Post by MR
darüber hinaus scheinen
die Mitarbeiter dort sehr freundlich zu sein!
Klar, Freundlichkeit kostet nichts, ordentliche Konstruktion hingegen schon.

Marianne
Frank Hartwig
2006-10-27 17:16:47 UTC
Post by Marianne Bloss
http://www.holzhaeuser-richardsen.de
Die Optik ist Geschmackssache würde ich sagen, aber das einzige
mitgelieferte Detail ist derart fehler- und mangelhaft, dass es einem
graust.
Kannst Du das präzisieren?


Gruß Frank
Marianne Bloss
2006-10-27 17:58:01 UTC
Post by Frank Hartwig
Post by Marianne Bloss
Die Optik ist Geschmackssache würde ich sagen, aber das einzige
mitgelieferte Detail ist derart fehler- und mangelhaft, dass es einem
graust.
Kannst Du das präzisieren?
Das ist eigentlich honorarpflichtige Arbeit....aber gut, ich zähl mal
auf, was ich noch in Erinnerung habe:

Die Bodenplatte gehört unterseitig gedämmt und abgedichtet
Bodenaufbau ist ungeeignet

Dämmung läuft nicht durch, Wärmebrücken vorhanden

Einlagige Rigips-Wandbekleidung mangelhaft
Installationsebene: Dampfbremse fehlt
160mm Wandkonstruktion ist windig

Besonders "schön": Die Sockelausbildung
Sockelabdichtung endet freischwebend im Kiesbett!
Verbindung mit Abdichtung Bodenplatte fehlt
Sockelverwahrung fehlt

Keine Aussagen, welche Holzart verwendet wird.

Marianne
MR
2006-10-27 20:11:00 UTC
Über die Optik läßt sich sicher schön streiten; aber uns gefallen
die im Katalog dargestellten Häuser besser als das übliche
Fertighauseinerlei! Außerdem sollte das Haus zum Grundstück und zum
übrigen Umfeld passen!

Wir wollen bauen, sind bautechnisch absolute Laien und wollen unser
Geld natürlich nicht zum Fenster hinauswerfen für schlechte
Qualität!

Wir erwarten zwar keine (honorarpflichtige...?!) umfassende
Bauberatung, wären aber für einige wichtige Hinweise besonders
dankbar. Wir dachten dies hier zu bekommen!

Kann man denn von einer einzigen Illustration auf die letztendlich
ausgeführte Qualität schließen? ich kann die aufgeführte Kritik
deshalb überhaupt nicht einordnen!

Wer baut Eurer Meinung nach (gefragt sind die Fachleute!) solche
Häuser denn in optimaler, aber bezahlbarer Qualität?

Gruß Michael
Matthias Frank
2006-10-28 08:51:56 UTC
Post by MR
Wer baut Eurer Meinung nach (gefragt sind die Fachleute!) solche
Häuser denn in optimaler, aber bezahlbarer Qualität?
Ein Architekt?

Wenn dein Auto nicht mehr fährt fragst du dann auch in einer
Newsgroup nach was daran sein könnte und fängst dann selbst
an zu schrauben, als absoluter Laie oder gehst du in eine Werkstatt
wo man sich damit auskennt?

Du willst mehrere 100.000 € ausgeben und bist nicht bereit einen
Fachmann zu bezahlen der dich berät?

MfG
Matthias
Wolfgang Thiessen
2006-10-28 12:04:15 UTC
Post by MR
Wir wollen bauen, sind bautechnisch absolute Laien und wollen unser
Geld natürlich nicht zum Fenster hinauswerfen für schlechte
Qualität!
Wir erwarten zwar keine (honorarpflichtige...?!) umfassende
Bauberatung, wären aber für einige wichtige Hinweise besonders
dankbar. Wir dachten dies hier zu bekommen!
Möchtest Du nun nur in Deiner Präferenz bestärkt werden und hören, dass
alles toll ist oder doch auf kritische Punkte hingewiesen werden?
Marianne hat doch klar aufgezählt, welche Punkte an der Detailzeichnung
fragwürdig sind.
Post by MR
Kann man denn von einer einzigen Illustration auf die letztendlich
ausgeführte Qualität schließen? ich kann die aufgeführte Kritik
deshalb überhaupt nicht einordnen!
Die "Illustration" kann man als "buntes Bildchen" schön bunt finden oder
aber als technische Zeichnung fachlich ernst nehmen. Für den ersten Fall
ist dann aber egal was gezeigt wird, spielende junge Hunde wären genauso
informativ, für den zweiten Fall wirft der unter
<http://www.holzhaeuser-richardsen.de/aussenwand.php> dargestellte
Detailschnitt einige gravierende Fragen zur Bauphysik, zum
Witterungsschutz und zur Alltagstauglichkeit auf, die von Marianne
genannt wurden. Technische Zeichnungen sind keine "Illustrationen",
sondern technische Absichtserklärungen und als solche auch inhaltlich
prüf- und bewertbar. Diese hier sollte kritische Kunden mindestens zu
weiteren Fragen an die Firma animieren. Sollte die Firma "das gar nicht
so gemeint haben", stellt sich hingegen die Frage, warum sie fragwürdige
Konstruktionsdetails als Illustration benutzt.
Post by MR
Wer baut Eurer Meinung nach (gefragt sind die Fachleute!) solche
Häuser denn in optimaler, aber bezahlbarer Qualität?
Wie Du schon sagst: "Gefragt sind die Fachleute!" Entwurf, Bauantrag,
Planung und Ausschreibung für das spezielle Grundstück und Eure
Bedürfnisse von einem Architekten, Ausführung von einem qualifizierten
Fachbetrieb, der auch nach der Prüfung noch ein günstiges Angebot zur
Ausschreibung gemacht hat. Bauleitung und Rechnungsprüfung macht dabei
Euer Architekt oder dessen erfahrenen Bauleiter.

Die einzigen qualifizierten und unabhängigen Berater für die Planung im
Baubereich sind nun einmal freie Architekten und Bauingenieure, direkt
von Dir zur Wahrung deiner Interessen bestellt und bezahlt. Für die
Beurteilung bereits entstandene Schäden (beispielsweise im Sockelbereich
eines Holzhauses) oder geplanter Ausführungen (beispielsweise im
Sockelbereich eines Holzhauses) kann man dann auch gegen entsprechendes
Honorar öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für einzelne
Gewerke beauftragen und bezahlen und Rechtsanwälte zur Durchsetzung der
Mängelbeseitigungs- und Schadensersatzansprüche.

Einzelne Bauteile oder ganze Kompletthäuser können Dir viele Anbieter
verkaufen, aber keiner davon erarbeitet eine passgenaue Lösung für Dein
"Problem" (ich will ein Haus), sondern wird Dir immer nur erklären, dass
alle Produkte aus seinem Laden ganz toll sind.

Das idealerweise entstehende Vertrauensverhältnis Bauherr - Planer -
ausführende Firma lässt sich gut mit dem von Patient - Arzt - und
pharmazeutischem Hersteller vergleichen. Das schreibe ich erklärtermaßen
als Architekt. Es spricht auch überhaupt nichts dagegen, Hustensaft
direkt in der Apotheke zu kaufen, also ein Fertighaus direkt beim
Hersteller - aber der (seltene) Lungenkrebs könnte so lange Zeit
unentdeckt bleiben. Das ist eben eine Kosten / Nutzen- oder eine
Risikoabwägung. Generell: Geiz ist geil und Schrott ist billig aber nur
selten seinen Preis wert.

Ja, gibt auch schlechte Architekten. Ja, auch gute Architekten machen
Planungsfehler oder Fehleinschätzungen. Ja, auch gründliche Architekten
übersehen Mängel. Nein, absolute Sicherheit gibt's nicht.

Das Wort zum Sonntag, auch diese Woche wieder von

Wolfgang
Harald Maedl
2006-10-28 19:29:17 UTC
Post by MR
Wer baut Eurer Meinung nach (gefragt sind die Fachleute!) solche
Häuser denn in optimaler, aber bezahlbarer Qualität?
Sjödalshus, gehört zu einem ziemlich großen schwedischen Konzern,
Niederlassung in Berlin, sind bereits rund 15-20 Jahren auf dem
deutschen Markt und haben sich auf deutsche Qualitätsanforderungen
eingestellt. Die Startphase ist also vorüber, das Lehrgeld bezahlt, so
dass die bei Holzhäusern so wichtigen Details gut ausgearbeitet sind.
Außerdem verarbeiten sie hervorragendes Holz. Die Leute sind sehr
kompetent, Sonderwünsche können meistens meines Wissens nach ohne
Probleme erfüllt werden.

Generell muß man bei vielen nordischen Hausherstellern Abstriche
machen, da diese oftmals nicht oder nur ungenügend auf deutsche
Wohnansprüche eingestellt sind. Schweden /Dänen/Finnen etc wohnen
anders, das muß man wissen.
Hinzu kommt, dass viele kleinere Holzhaushersteller mal schnell so ein
Holzhaus in die Welt setzen wollen, ohne dass sie wirklich Ahnung vom
Holzhausbau haben. Der Teufel steckt im Detail und wenn das bei
Holzhäusern, insbesondere solche als Niedrigenergiehäuser, nicht
beachtet wird, dann darfst du alle paar Jahre Latten wechseln oder hast
schlimmstenfalls Schimmel in der Dämmung.

Zum Preis: Bezahlbar ist ein relativer Begriff. Eine Holzhütte kommt
regelmäßig teurer als ein Ziegelbau, dafür kannst du nach 14 Tagen
einziehen, wenn du alle Arbeiten vergibst. Die von mir genannte Firma
deckt sicherlich das obere Preisniveau ab, obwohl sie auch günstige
kleinere Häuser in allerlei Ausbaustufen im Programm führt (z.B. Typ
Malmö).
Versuch mal http://www.sjodalshus.de/hausserien/index.htm.
Wer keine Ahnung von Hausausbau hat, soll die Finger von niedrigen
Ausbaustufen lassen. Zuviel kann schief gehen und dann wird es so
richtig teuer. Und gerade bei den heutigen Bauweisen sind bei
unsachlicher Ausführung Probleme vorprogrammiert. Bei früheren Bauten,
wo an allen Ecken der Wind durchgepfiffen hat, war das
unproblematischer.

Wenn du solch ein Holzhaus in Ständerbauweise anschaffst, dann plane am
besten gleich eine professionelle Befeuchtungsanlage mit ein. Im Winter
ist die Luft in solchen Häusern ziemlich trocken. Und schon gehen die
Kosten nach oben..., aber lieber dafür, als für vergoldete
Kloschüsseln;-)

BTW, ich bin kein Vertreter dieser Firma.

Grüße
Harald
--
http://www.wasseraufbereitungsseiten.de
Karl-Ludwig Diehl
2006-10-28 19:34:28 UTC
Post by MR
Wer baut Eurer Meinung nach (gefragt sind die Fachleute!) solche
Häuser denn in optimaler, aber bezahlbarer Qualität?
Sjödalshus /./
Generell muß man bei vielen nordischen Hausherstellern Abstriche
machen, da diese oftmals nicht oder nur ungenügend auf deutsche
Wohnansprüche eingestellt sind. Schweden /Dänen/Finnen etc wohnen
anders, das muß man wissen.
Es kann sicher auch gut gewohnt werden, wenn man nicht so
wie Deutsche leben will... :-)))
Hinzu kommt, dass viele kleinere Holzhaushersteller mal schnell so ein
Holzhaus in die Welt setzen wollen, ohne dass sie wirklich Ahnung vom
Holzhausbau haben. Der Teufel steckt im Detail
Den würde ich gerne mal sehen...
Zum Preis: Bezahlbar ist ein relativer Begriff. Eine Holzhütte kommt
regelmäßig teurer als ein Ziegelbau
Ist das so? Hätt ich eher nicht gedacht...
K.L.
Harald Maedl
2006-10-28 19:53:40 UTC
Post by Karl-Ludwig Diehl
Post by MR
Wer baut Eurer Meinung nach (gefragt sind die Fachleute!) solche
Häuser denn in optimaler, aber bezahlbarer Qualität?
Sjödalshus /./
Generell muß man bei vielen nordischen Hausherstellern Abstriche
machen, da diese oftmals nicht oder nur ungenügend auf deutsche
Wohnansprüche eingestellt sind. Schweden /Dänen/Finnen etc wohnen
anders, das muß man wissen.
Es kann sicher auch gut gewohnt werden, wenn man nicht so
wie Deutsche leben will... :-)))
Warst du schon mal in einem typischen nordischen Haus? Schallschutz ist
doch kein Thema, weil nicht vorhanden. Wohl auch eine Frage der
Mentalität, ob Kindergejauchze aus dem Kinderzimmer als störend
empfunden wird. Generell sind Holzhäuser jedoch hellhöriger als
Steinhäuser. Wer da empfindlich ist, sollte den Innenausbau mit
Kalksandstein o.ä. vornehmen, zumindest bei bestimmten Räumen. Die
Deckenkonstruktion ist meistens eine Holzbalkendecke. Wer kein Perlit
o.ä als Schüttung zur Lärmdämmung verwendet, wird jeden Tapser hören.
Die Nordmänner kennen auch keinen Keller. Viele hier als Fehler
dargestellten Bodenkonstruktionen kommen daher, dass diese Häuser
oftmals auf Pflockfundamenten, ca 30-50 cm über dem Erdboden ruhen.
Und viele der Holzhausbauer aus dem hohen Norden kommen eigentlich aus
der Ecke der Wochendhäuschen-am-See-Hersteller, so dass manche sich
nicht wirklich auf die Wohnbedürfnise eines ständigen Bewohnens
eingestellt haben.
Das gleiche gilt, allerdings nur bedingt, für die unterschiedlichen
klimatischen Anforderungen.
Post by Karl-Ludwig Diehl
Hinzu kommt, dass viele kleinere Holzhaushersteller mal schnell so
ein Holzhaus in die Welt setzen wollen, ohne dass sie wirklich
Ahnung vom Holzhausbau haben. Der Teufel steckt im Detail
Den würde ich gerne mal sehen...
Geh zu einem Bausachverständigen, der kann dir nicht nur einen
Fehlerteufel zeigen, sondern auch gleich die Bauhölle.
Post by Karl-Ludwig Diehl
Zum Preis: Bezahlbar ist ein relativer Begriff. Eine Holzhütte kommt
regelmäßig teurer als ein Ziegelbau
Ist das so? Hätt ich eher nicht gedacht...
Ja, schau einfach mal in die Zeitung, was ein
Standard-Ministeinhäuschen mit ca 124qm Wohnfläche kostet. Das bekommt
man hier schlüsselfertig z.T. für unter 135 TEURO nachgeworfen. Da ist
dann schon das Grundstück teurer.

Grüße
Harald
Karl-Ludwig Diehl
2006-10-28 20:36:39 UTC
Post by Harald Maedl
Post by Karl-Ludwig Diehl
Es kann sicher auch gut gewohnt werden, wenn man nicht so
wie Deutsche leben will... :-)))
Warst du schon mal in einem typischen nordischen Haus? Schallschutz ist
doch kein Thema, weil nicht vorhanden.
Das ist hier, wo ich in Hamburg wohne und wohnte,
auch kein Thema. In New Jersey in dem Holzhaus,
das ich mitbewohnte, war es auch kein Thema.
In der New Yorker Wohnung, die ich mitbewohne
im Norden von Manhattan, hörst Du zwischen den
Räumen alles.
Post by Harald Maedl
Wohl auch eine Frage der
Mentalität, ob Kindergejauchze aus dem Kinderzimmer als störend
empfunden wird. Generell sind Holzhäuser jedoch hellhöriger als
Steinhäuser. Wer da empfindlich ist, sollte den Innenausbau mit
Kalksandstein o.ä. vornehmen, zumindest bei bestimmten Räumen.
Ich kann es mir gut vorstellen, was Du anführst.
Beischlaf in solchen Häusern kann zur Groteske werden.
Danach dann Kindergejauchze, wenn man das als die
Folge sieht. Ich vermute, daß deshalb die Fernseher
so laut aus allen Wohnungen gleichzeitig zu hören waren.
Post by Harald Maedl
Die
Deckenkonstruktion ist meistens eine Holzbalkendecke. Wer kein Perlit
o.ä als Schüttung zur Lärmdämmung verwendet, wird jeden Tapser hören.
Das ist so. Schallgedämmte Wohnungen sind geradezu
ein Luxusgut.
Post by Harald Maedl
Die Nordmänner kennen auch keinen Keller.
Keller müssen nicht sein. Häuser, die auf dicken
Steinbrocken so stehen, daß darunter Luftraum
ist, sind ganz praktisch.
Post by Harald Maedl
Viele hier als Fehler
dargestellten Bodenkonstruktionen kommen daher, dass diese Häuser
oftmals auf Pflockfundamenten, ca 30-50 cm über dem Erdboden ruhen.
Kälte muß dann weggedämmt werden.
Post by Harald Maedl
Und viele der Holzhausbauer aus dem hohen Norden kommen eigentlich aus
der Ecke der Wochendhäuschen-am-See-Hersteller, so dass manche sich
nicht wirklich auf die Wohnbedürfnise eines ständigen Bewohnens
eingestellt haben.
Leicht nachvollziehbar.
Post by Harald Maedl
Das gleiche gilt, allerdings nur bedingt, für die unterschiedlichen
klimatischen Anforderungen.
In einer Holzüberflußgesellschaft ist natürlich die
Beheizung im ländlichen Raum anders zu denken...
Post by Harald Maedl
Post by Karl-Ludwig Diehl
Post by Harald Maedl
Hinzu kommt, dass viele kleinere Holzhaushersteller mal schnell so
ein Holzhaus in die Welt setzen wollen, ohne dass sie wirklich
Ahnung vom Holzhausbau haben. Der Teufel steckt im Detail
Den würde ich gerne mal sehen...
Geh zu einem Bausachverständigen, der kann dir nicht nur einen
Fehlerteufel zeigen, sondern auch gleich die Bauhölle.
Na gut. Jetzt wird's brenzlig... :-)))
Post by Harald Maedl
Post by Karl-Ludwig Diehl
Post by Harald Maedl
Zum Preis: Bezahlbar ist ein relativer Begriff. Eine Holzhütte kommt
regelmäßig teurer als ein Ziegelbau
Ist das so? Hätt ich eher nicht gedacht...
Ja, schau einfach mal in die Zeitung, was ein
Standard-Ministeinhäuschen mit ca 124qm Wohnfläche kostet. Das bekommt
man hier schlüsselfertig z.T. für unter 135 TEURO nachgeworfen. Da ist
dann schon das Grundstück teurer.
Okay, schmeiß mir einen Link nach...
Die spezielle Zeitung mag ich garnichtmehr aufkaufen...
Sagen wir so: ich glaub's Dir.
K.L.
Adrian Herrmann
2006-10-30 16:02:42 UTC
Post by Harald Maedl
Zum Preis: Bezahlbar ist ein relativer Begriff. Eine Holzhütte kommt
regelmäßig teurer als ein Ziegelbau, dafür kannst du nach 14 Tagen
einziehen
Ist das in diesem Fall wirklich so? Die Fertighausbauer die ich sonst so
kenne haben Monatelange Lieferzeiten und rechnen dann ab dem Tag der Montage
vor wie schnell die Hütte steht.

Ich selbst habe massiv gebaut und bin nach 5 Monaten ab Baubeginn
eingezogen. Wenn ich die Lieferfristn und notwendigen Fristen für den
nachlaufenden Ausbau rechne kommt da kein Fertighaus auch nur annähernd
dran. Die verkaufen das nur besser unter anderem auch weil es der
Häuslebauer nicht nachvollziehen kann.

Gruß
Adrian
MR
2006-10-28 01:48:10 UTC
Über die Optik läßt sich sicher schön streiten; aber uns gefallen
die im Katalog dargestellten Häuser besser als das übliche
Fertighauseinerlei! Außerdem sollte das Haus zum Grundstück und zum
übrigen Umfeld passen!

Wir wollen bauen, sind bautechnisch absolute Laien und wollen unser
Geld natürlich nicht zum Fenster hinauswerfen für schlechte
Qualität!

Wir erwarten zwar keine (honorarpflichtige...?!) umfassende
Bauberatung, wären aber für einige wichtige Hinweise besonders
dankbar. Wir dachten dies hier zu bekommen!

Kann man denn von einer einzigen Illustration auf die letztendlich
ausgeführte Qualität schließen? ich kann die aufgeführte Kritik
deshalb überhaupt nicht einordnen!

Wer baut Eurer Meinung nach (gefragt sind die Fachleute!) solche
Häuser denn in optimaler, aber bezahlbarer Qualität?

Gruß Michael
Walter
2006-10-30 06:38:47 UTC
Post by MR
Wir wollen bauen, sind bautechnisch absolute Laien und wollen unser
Geld natürlich nicht zum Fenster hinauswerfen für schlechte
Qualität!
Dann beauftrage einen Architekten mit der Planung eures Hauses und
einen diesbezüglich erfahrenen Architeckten oder Bauingenieur mit
Werkplanung, verantwortlicher Bauleitung und baubegleitender
Qualitätssicherung. Er holt seine Kosten durch Kostensenkung und
vermiedene spätere teure Schäden bei weitem wieder rein.
Damit kaufst du genau die unabdingbare Qualitätskontrolle die du
selber nicht leisten kannst und vom Hersteller ganz sicher nicht
bekommst. Was erwartest du wenn sich der Ausführer selber
kontrolliert?
Post by MR
Kann man denn von einer einzigen Illustration auf die letztendlich
ausgeführte Qualität schließen?
Ja. Denn sie stammt vom Anbieter und sagt entweder etwas über die
Qualität seiner Ware oder über die Ehrlichkeit des Anbieters aus.
Was soll der Wandqueschnitt sein? Eine andeutungsweise Darstellung?
Dann hätte ein senkrechter Strich auch gereicht. Oder eine korrekte
Wiedergabe der Bauweise? So wie dargestellt und beschriftet eher
dieses. Und die Abbildung zeigt eine Leichtbauwand mit allen Baufehlern
der Anfangszeit (Dampfbremse, Sockelabdichtung, etc.).

Was hier beschrieben wird ist übrigens kein Holzhaus sondern ein
Glaswolle-Plastikfolie-Haus mit Holzverkleidung aussen und
Spanplatte/Rigips innen. Das als Holzhaus zu bezeichnen ist ein Witz.
Dieser Wandaufbau ist übrigens der bauphysikalisch schwierigste
überhaupt. Sowohl von der Planung als auch von der Fertigung.
Post by MR
ich kann die aufgeführte Kritik
deshalb überhaupt nicht einordnen!
Genau deshalb solltest du dich an einen Fachmann bei dir vor Ort
wenden.
Post by MR
Wer baut Eurer Meinung nach (gefragt sind die Fachleute!) solche
Häuser denn in optimaler, aber bezahlbarer Qualität?
Meinst du Holzhäuser oder Glaswolle-Plastikfolie-Spanplattenhäuser?
Zuerst solltest du dir über die Bauweise klar werden. Für beides gibt
es zahlreiche Hersteller.


Walter
T. Brandwein
2006-10-31 12:15:35 UTC
Post by Walter
Dann beauftrage einen Architekten mit der Planung eures Hauses und
einen diesbezüglich erfahrenen Architeckten oder Bauingenieur mit
Werkplanung, verantwortlicher Bauleitung und baubegleitender
Qualitätssicherung. Er holt seine Kosten durch Kostensenkung und
vermiedene spätere teure Schäden bei weitem wieder rein.
Damit kaufst du genau die unabdingbare Qualitätskontrolle die du
selber nicht leisten kannst und vom Hersteller ganz sicher nicht
bekommst. Was erwartest du wenn sich der Ausführer selber
kontrolliert?
Eigentlich erwartet jeder Kunde (und das sicherlich "mit Recht" -
siehe Gesetze zu Garantie/Gewährleistung) dass ein Produzent
(in einem akzeptablen Rahmen und nach Stand der Technik) eine
gewisse Qualität liefert. Oft wird diese Erwartung auch durch
freiwillige oder vorgeschriebene Certifizierungen bestärkt.
Sicher ist _jeder_ Produzent/Handwerker auch immer irgendwie
ein "Rosstäuscher" und ebenso sicher gibt es kein Produkt, bzw.
keine Leistung, die man nicht besser machen könnte. Aber irgendwo
hört der Spaß auf und es muss mit dem gehandelt werden, was
zu vertretbaren Preisen angeboten werden kann.
Wer nur 20.000 Euro für ein Auto ausgeben kann, bekommt
i.d.R.eines was dementsprechend funktioniert und aussieht...
Er kann das Ding vor Übernahme von einem Sachverständigen
im Detail prüfen lassen, aber "lohnen" tut das nicht - schon
garnicht, ist es hinterher real "höherwertiger" als 20.000 +
Honorar.....

Daher finde ich es sehr überheblich, wenn pauschal alle
marktgängigen Angebote von Firmen im Bauwesen , die
auch i.d.R. längere Zeit am Markt bestehen wollen, als
prinzipiell so mangelhaft dargestellt werden, dass deren
Inanspruchnahe immer nur mit Architekt o.ä. (offenbar eine
Umschreibung für "unfehlbares Universalgenie") einigermaßen
mängelfrei abgewickelt werden kann.

Zwar teile ich durchaus die Meinung, dass beim "Häuslebau"
ein kompetenter Planer und Bauleiter viel Pfusch verhindern
kann, aber ich teile nicht die Zuversicht, dass er zwangsläufig
einen Kostenvorteil erwirtschaftet, der mindestens sein Honorar
deckt.... Wenn das aber doch der Fall wäre, stellte sich mir
die Frage, warum das Bauwesen so viele Pfuscher und
gefährliche Rosstäuscher durchfüttert, dass sie an jedem Bau
in Erscheinung treten...... Dann läge der Verdacht nahe, dass
der "Baumarkt" im Wesentlichen darauf beruht, dass
Architekten bevorzugt mit schlechten (kontrollbedürftigen)
Firmen arbeiten und ihnen dadurch einen Vorteil gegenüber
solchen Firmen verschaffen, die sich ein eigenes
funktionierendes Qualitätsmanagement leisten.
Letzlich (und häufig auch nach Lesen von Ausschreibungs-
texten) frag ich mich, ob im Bauwesen nicht durch permanente
"Pflege" vermeidbaren Pfuschs eine riesige ABM läuft....

Nur mal so - als Gedankenspiel....

Grüße
TB
--
Üblicherweise stellt man sich vor, ehe man irgenwo mitredet
und/oder Gehör erwartet. Über meine Tätigkeit(en) im Realen
informiert: "3 x w.biotekt.de". (3 x w = www)
Frank Hartwig
2006-10-28 15:04:56 UTC
Post by Marianne Bloss
Post by Frank Hartwig
Post by Marianne Bloss
Die Optik ist Geschmackssache würde ich sagen, aber das einzige
mitgelieferte Detail ist derart fehler- und mangelhaft, dass es einem
graust.
Kannst Du das präzisieren?
Das ist eigentlich honorarpflichtige Arbeit....aber gut, ich zähl mal
Die Bodenplatte gehört unterseitig gedämmt und abgedichtet
Bodenaufbau ist ungeeignet
Wieso gehört die Bodenplatte unterseitig gedämmt? (Auch wenn ich
zugebe, daß ich das besser finden würde). Abgedichtet wird sie
lt. Detail mit Bitumenschweißbahn. Das ist doch schon was.
Post by Marianne Bloss
Dämmung läuft nicht durch, Wärmebrücken vorhanden
Wo?
Post by Marianne Bloss
Einlagige Rigips-Wandbekleidung mangelhaft
Wieso? Auf OSB finde ich die Lösung sogar gelungen.
Post by Marianne Bloss
Installationsebene: Dampfbremse fehlt
OSB ist als Dampfbremse durchaus möglich
Post by Marianne Bloss
160mm Wandkonstruktion ist windig
Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Insgesamt ca. 200 mm
Wärmedämmung mit 2 Schichten OSB und einer Schicht
diffusionsoffener Dach- bzw. Wandplatte erscheinen mir sogar
luxuriös.
Post by Marianne Bloss
Besonders "schön": Die Sockelausbildung
Sockelabdichtung endet freischwebend im Kiesbett!
Stimmt, das ist Mist
Post by Marianne Bloss
Verbindung mit Abdichtung Bodenplatte fehlt
also ist sie doch abgedichtet. Die Verbindung kann mittels der
Dichtungsbänder funktionieren.
Post by Marianne Bloss
Sockelverwahrung fehlt
Stimmt.
Post by Marianne Bloss
Keine Aussagen, welche Holzart verwendet wird.
Als Schwelle offensichtlich Douglasie, das ist doch schon mal was.

Ich will hier keine Reklame für Holzhäuser Richardsen machen,
aber entsprechende Details habe ich schon deutlich schlechter
gesehen. Auch ich würde den Anschlußpunkt wohl anders gestalten.
Post by Marianne Bloss
Die Optik ist Geschmackssache würde ich sagen, aber das einzige
mitgelieferte Detail ist derart fehler- und mangelhaft, dass es einem
graust. Die nicht gezeigten Details sind bestimmt noch schlimmer.
kann ich überhaupt nicht nachvollzuiehen.

Ansonsten kann ich den Ausführungen von Wolfgang nur zustimmen.


Gruß Frank
Marianne Bloss
2006-10-29 09:35:51 UTC
Frank Hartwig wrote:

[...]

Wenn du anderer Meinung bist als ich, steht es dir frei, ein eigenes
Statement zu verfassen. Aber deine Form der Auseinandersetzung nach dem
Motto "Ich mag aber lieber" und "warum" ist keine Basis für einen
qualifizierten Austausch.



Sofern die Detailskizze also überhaupt ernst zu nehmen wäre, bildet die
auf der Bodenplatte liegende Wärmedämmung, zusammen mit der
Trittschalldämmung, eine zu weiche Unterlage für die Estrichplatte, und
der Estrich wird reißen. Die konstruktive Trennung von Wand und
Bodenbelag hat montagetechnische Gründe, und ermöglicht die zeitlich
versetzte Ausführung der Fußbodenkonstruktion. Die anvisierte kurze
Bauzeit von nur zwei Tagen bedingt, dass die Installationsschale mit
Heizungs- und Leerrohren vorinstalliert ist, und in der Praxis werden
die verbleibenden Hohlräume dann nicht mehr sorgfältig ausgestopft. Dies
trifft besonders auf den Spalt im Bodenaufbau zu, und besser wäre
gewesen, den Estrich bis zur Außenwand durchlaufen zu lassen. Als
Objektüberwachung bzw Bauherr würde ich während der Montage nicht von
der Stelle weichen, und die Ausführung der Anschlüsse mit Argusaugen
überwachen. Dass sich hinter der Rigipsschale noch eine OSB-Platte
befindet, hatte ich übersehen, und der übrige Wandaufbau ist wohl so in
Ordnung, bis auf die Sockelausbildung.

Marianne
Harald Maedl
2006-10-29 11:08:33 UTC
Post by Marianne Bloss
Sofern die Detailskizze also überhaupt ernst zu nehmen wäre, bildet
die auf der Bodenplatte liegende Wärmedämmung, zusammen mit der
Trittschalldämmung, eine zu weiche Unterlage für die Estrichplatte,
und der Estrich wird reißen.
Wie? Das wäre mir neu. Das ist ein übliches und erprobtes Verfahren.
Natürlich muß man Dämmung mit einer gewissen Trittfestigkeit verwenden.
Außerdem kommt es auf die Beschaffenheit des Estriches an.
Post by Marianne Bloss
Dies trifft besonders auf den Spalt im Bodenaufbau zu, und besser wäre
gewesen, den Estrich bis zur Außenwand durchlaufen zu lassen.
Kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Lösung besser sein soll. Wenn
ich das richtig verstehe, was du da schreibst, dann lagern die
Außenwände auf dem Estrich. Das halte ich für grundverkehrt und dieses
wird dann Risse ohne Ende geben.

Grüße
Harald
Marianne Bloss
2006-10-29 12:52:07 UTC
Post by Harald Maedl
Post by Marianne Bloss
Sofern die Detailskizze also überhaupt ernst zu nehmen wäre, bildet
die auf der Bodenplatte liegende Wärmedämmung, zusammen mit der
Trittschalldämmung, eine zu weiche Unterlage für die Estrichplatte,
und der Estrich wird reißen.
Wie? Das wäre mir neu. Das ist ein übliches und erprobtes Verfahren.
Natürlich muß man Dämmung mit einer gewissen Trittfestigkeit verwenden.
Außerdem kommt es auf die Beschaffenheit des Estriches an.
In der Tat, das geht. Ich müsste mich mal wieder mehr mit Werkplanung
beschäftigen! ;-)
Post by Harald Maedl
Post by Marianne Bloss
Dies trifft besonders auf den Spalt im Bodenaufbau zu, und besser wäre
gewesen, den Estrich bis zur Außenwand durchlaufen zu lassen.
Kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Lösung besser sein soll. Wenn
ich das richtig verstehe, was du da schreibst, dann lagern die
Außenwände auf dem Estrich.
Nein, natürlich nicht. Gemeint war, dass Estrich und WD bis Innenkante
Aussenwand laufen, und nur die Installationsschale auf dem Estrich enden
sollte.

Marianne
Heinz Schrader
2006-10-29 17:32:04 UTC
Post by Marianne Bloss
In der Tat, das geht. Ich müsste mich mal wieder mehr mit Werkplanung
beschäftigen! ;-)
Du soltest, bevor Du irgendwelche Bauträger schlecht machst, mal wieder
eine Baustelle besuchen...
MR
2006-10-29 19:07:23 UTC
Da habe ich mit meiner Frage ja etwas schönes angerichtet! Dabei
wollten wir doch zuerst nur einen Rat vor dem Kauf eines solchen
holzhauses einholen, ohne direkt zum (teuren) Architekten zu laufen,
der dann versucht, seinen Willen durchzusetzen und plötzlich auf
wundersame Weise auch noch einen Bauunternehmer an der Hand hat, der
der beste der Welt ist (so geschehen im Vorfeld unserer
Hausbauüberlegungen)!

Noch einmal die Frage: die Häuser von Richardsen gefallen uns; was
muß im Bereich Boden/Wand nach Ansicht der Experten geändert werden?

Michael
Wolfgang Thiessen
2006-10-29 21:06:37 UTC
Post by MR
Da habe ich mit meiner Frage ja etwas schönes angerichtet! Dabei
wollten wir doch zuerst nur einen Rat vor dem Kauf eines solchen
holzhauses einholen, ohne direkt zum (teuren) Architekten zu laufen,
Naja, irgendwer macht die Arbeit beim Haus"lieferanten" ja auch. Diese
Leistung steht nur nicht als extra ausgewiesener Preis außen dran,
sondern ist bereits im Endpreis mit einkalkuliert.
Post by MR
der dann versucht, seinen Willen durchzusetzen und plötzlich auf
wundersame Weise auch noch einen Bauunternehmer an der Hand hat, der
der beste der Welt ist (so geschehen im Vorfeld unserer
Hausbauüberlegungen)!
Hmmm, so soll's ja eben gerade nicht sein :-( und vermutlich brauchte
der "engagierte" "Kollege" dafür nicht einmal eine Ausschreibung,
sondern hatte den potentiellen AN sofort auch ohne im Angebot -
besonders ökonomisch. grummel

Wolfgang
Harald Maedl
2006-10-30 00:53:39 UTC
Post by Marianne Bloss
Post by Harald Maedl
Post by Marianne Bloss
Dies trifft besonders auf den Spalt im Bodenaufbau zu, und besser
wäre gewesen, den Estrich bis zur Außenwand durchlaufen zu lassen.
Kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Lösung besser sein soll.
Wenn ich das richtig verstehe, was du da schreibst, dann lagern die
Außenwände auf dem Estrich.
Nein, natürlich nicht. Gemeint war, dass Estrich und WD bis Innenkante
Aussenwand laufen, und nur die Installationsschale auf dem Estrich
enden sollte.
Das dürfte in der Praxis schwierig zu realisieren sein. Die Wände
kommen montagefertig inkl Vorwandinstallation. Die Dämmung selbst kann
man noch genau auslegen, aber dann den Estrich unter der
Instalöationswand hineinsabbern zu lassen, halte ich für keine gute
Lösung. Tatsächlich sehe ich überhaupt keinen Vorteil bei diesem
Verfahren, sondern nur Probleme in der Praxis.

Aber auf ein Problem möchte ich doch aufmerksam machen. Auf der Skizze
ist die Kellerwand außen nicht gedämmt. Wer jedoch keinen Kaltkeller
will, muß die Dämmung unbedingt berücksichtigen. Das ist bei
Holzständerbauweise gar nicht so einfach, weil die Bodenschwelle
üblicherweise bündig mit der Boden-/Deckenplatte ist. Wer das nicht
berücksichtigt, wundert sich hinterher, dass die Hauswandfassade
gegenüber der gedämmten Kellerwandfassade zurückgesetzt ist, so daß man
sich dann nur mit einem Tropfblech, ähnlich einem Fensterbrett,
behelfen kann. Eine häßliche Geschichte. Eine wirklich sauberer Lösung
gibt es imho hier nicht. Eine andere Möglichkeit wäre, die Kellerwand
etwas zurückzuversetzen, mit Fertigdecken kein Problem, aber eine
Wärmebrücke im Deckenbereich wird es dann halt trotzdem geben. Ein
bißchen (rund 2cm) kann man die üblichen Bodenschwellen vorstehen
lassen, aber es muss halt noch genügend Auflage vorhanden sein. Und man
muß das in den Kelleraußenmaßen dann auch unbedingt berücksichtigen.
Dieses Thema ist unbedingt mit dem Fertighaushersteller abzusprechen.


I II Außenwandfassade
I II
I II
I II
I______II
__I______I_ Bodenschwelle
I I I
I DeckeI I Dämmung
__I______I I
I I I
I I I Kellerwand

Grüße
Harald
Heinz Schrader
2006-10-29 17:23:15 UTC
Kann es sein, daß Du noch nie ein "Fertighaus" (Holzständerbauweise)
gesehen hast?
Post by Marianne Bloss
Die Bodenplatte gehört unterseitig gedämmt und abgedichtet
Bodenaufbau ist ungeeignet
wer sagt das? Der Aufbau ist absolut gängige Praxis.
Post by Marianne Bloss
Dämmung läuft nicht durch, Wärmebrücken vorhanden
Du meinst die Fußschwelle?
Post by Marianne Bloss
Einlagige Rigips-Wandbekleidung mangelhaft
warum?
Post by Marianne Bloss
Installationsebene: Dampfbremse fehlt
der einzige Punkt, wo ich Dir zustimme.
Post by Marianne Bloss
160mm Wandkonstruktion ist windig
aber 17,5er KS ist besser -oder was?
Post by Marianne Bloss
Besonders "schön": Die Sockelausbildung
Sockelabdichtung endet freischwebend im Kiesbett!
Verbindung mit Abdichtung Bodenplatte fehlt
Sockelverwahrung fehlt
die Wand ist hinterlüftet. wo bitteschön willst Du da abdichten?
Post by Marianne Bloss
Keine Aussagen, welche Holzart verwendet wird.
na, für´s Ständerwerk wird´s Nadelholz sein; für die Außenverschalung je
nach Geldbeutel.

Nein, ich habe mit der Firma nichts zu tun.
MR
2006-10-27 17:51:00 UTC
Post by Marianne Bloss
Nächstes Mal lieferst du gleich einen Link mit, oder denkst du, die
Leute haben zuviel Zeit?
Tut mir leid; ist im Eifer des Gefechtes wohl vergessen worden!
Post by Marianne Bloss
Die Optik ist Geschmackssache würde ich sagen, aber das einzige
mitgelieferte Detail ist derart fehler- und mangelhaft, dass es einem
graust. Die nicht gezeigten Details sind bestimmt noch schlimmer.
Welches "mitgelieferte" Detail ist gemeint? Was ist Deiner Meinung nach
daran fehler- und mangelhaft? Pauschalurteile helfen weder mir noch
anderen Lesern!

Michael
Tobias Knittel
2006-10-31 15:57:26 UTC
"MR" <***@ish.de> schrieb

Hallo,

"MR" <***@ish.de> schrieb

die Bauweise ist eine Holzrahmenbauweise.

Als Architekt, Werkplaner, und Bauleiter,
in einer Person, kann ich zu dem Detail Aussenwand,
nachdem die Diskussion etwas verworren ist, nur
sagen: das geht so in Ordnung.

Die OSB-Platten, zweifach angeordnet, einmal innen,
unter der GK, dann hinter der Installationsebene, wirken
als Dampfbremsen. Besonders die hinter der
Installationsebene sollte aber verklebt sein (was ich
mal annehme).

Die Bauweise ist, vergleichsweise zu dem, was man sonst
so sieht, konstruktiv eher im oberen Mittelfeld.

Allerdings würde ich, statt 16 cm, 20 cm Konstruktions-
stärke wählen, falls die Option besteht. Je mehr, desto
nachhaltiger.

Das Gemeckere (g) "Steinwollhütte" kann ich auch
nicht nachvollziehen. Das ist derzeit die Konstruktions-
weise, die ich als optimal empfinde, auch für mich
gewählt habe, wenn auch im Detail etwas vereinfacht.

Dass meine Kunden meist Massivhütten wollen, ist
ein anderes Thema.

Schaue aber, dass du von den Dämmstärken eher so
Richtung 25 cm kommst, Gesamtstärke, und dass
eine hochwertige, formstabile Dämmung
eingebaut wird. Das angegebene lamda R für die
Dämmung spricht für einen hochwertigen Dämmstoff.

Insgesamt macht es keinen schlechten Eindruck.
aussehen ist Geschmacksache.


Gruß

Tobias