Discussion:
Hühner und Schweinehaltung beim Einfamilienhaus
(zu alt für eine Antwort)
Roland Mösl
2005-10-27 18:17:28 UTC
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Komme gerade aus Rumänien, waren dort zum 80sten
Geburtstags meines Schwiegervaters.

Einer der Brüder meiner Schwester zeigte und sein gerade
so 2/3 fertiges Einfamilienhaus.

Gemüsegarten vorne, hinten Auslauf für etwa 10 Hühner
und 2 Schweine. Alles auf 500m² Grundfläche.

Gibt es so was auch noch wo in Deutschland?

War es mal, oder bis wann war es in Deutschland üblich,
sich im eigenen Garten gleich mit Eiern, Fleisch und Gemüse
zu versorgen?

Äh, Vogelgrippe, Freilandhaltung verboten.
Wie sollte sowas in Rumänien funktionieren.

Dort kennen viele Bauern nur die Freilandhaltung.
--
Roland Mösl
http://politik.pege.org Steuerreform pro Mensch
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http://wohnen.pege.org Bauen und Wohnen
Karl-Ludwig Diehl
2005-10-27 19:21:07 UTC
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Post by Roland Mösl
Komme gerade aus Rumänien, waren dort zum 80sten
Geburtstags meines Schwiegervaters././
Gemüsegarten vorne, hinten Auslauf für etwa 10 Hühner
und 2 Schweine. Alles auf 500m² Grundfläche.
Gibt es so was auch noch wo in Deutschland?
Ähm, apropo Freilandhaltung:
In Indonesien stellt man einfach einen
großen Korb über ein Huhn oder einen Hahn,
dann ist die Freilandhaltung schon fast
weg. Gelegentlich wird dann der Korb entfernt,
damit Auslauf da ist.
K.L.
Johannes Eybl
2005-10-27 19:23:01 UTC
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Servus

Vor dem Krieg war das in Österreich durchaus üblich. In den alten
Plänen, die bei der Behörde aufliegen, sieht man in Häusern in den
Randlagen oft noch einen kleinen Stall für 1-2 Rinder (oder was da auch
immer gehaust haben mag).
Mein Grossvater, Eisenbahner in einer kleinen Stadt in der Steiermark,
hatte sich seinen Tabak selber angebaut, die hatten auch Hühner und eine
Ziege. Wenn ich einen Garten hätte, würd ich wahrscheinlich auch meinen
eigenen Tabak anbauen.
Am Land gabs in den 50igern eh fast nur Bauern. Interessant ist auch,
wie schnell sich das Wertegefüge damals geändert hat. Wer kein Land
hatte, war auch gesellschaftlich nix. Heute, v.a. in den alpineren
Regionen, dreht das ganze wieder etwas zurück, hab ich den Eindruck.

Ich war vor 2 Jahren auch in Rumänien(mein Vater ist Banater). Ich
wusste bis dahin gar nicht, das Temesvar näher bei Wien liegt als
Bregenz. Die gerasterte, am Reissbrett entworfene Siedlungs-Strukturen,
die damals Maria-Theresia und Josef II. angelegt haben, sind in den
Dörfern fast noch 1:1 erhalten. War eine sehr interessante Reise.
Wenns bei denen wirtschaftlich ein bischen bergauf geht, werden wohl die
Gänse auf den Strassen und Esel-Fuhrwerke auch bald verschwunden sein.

Gruss,
je
Post by Roland Mösl
Komme gerade aus Rumänien, waren dort zum 80sten
Geburtstags meines Schwiegervaters.
Einer der Brüder meiner Schwester zeigte und sein gerade
so 2/3 fertiges Einfamilienhaus.
Gemüsegarten vorne, hinten Auslauf für etwa 10 Hühner
und 2 Schweine. Alles auf 500m² Grundfläche.
Gibt es so was auch noch wo in Deutschland?
War es mal, oder bis wann war es in Deutschland üblich,
sich im eigenen Garten gleich mit Eiern, Fleisch und Gemüse
zu versorgen?
Äh, Vogelgrippe, Freilandhaltung verboten.
Wie sollte sowas in Rumänien funktionieren.
Dort kennen viele Bauern nur die Freilandhaltung.
Karl-Ludwig Diehl
2005-10-27 19:50:58 UTC
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Post by Johannes Eybl
Ich
wusste bis dahin gar nicht, das Temesvar näher bei Wien liegt als
Bregenz. Die gerasterte, am Reissbrett entworfene Siedlungs-Strukturen,
die damals Maria-Theresia und Josef II. angelegt haben, sind in den
Dörfern fast noch 1:1 erhalten.
Sind da Kolonisatoren angesiedelt worden
aus anderen Regionen?
Gibt es Abbildungen der Siedlungsmuster im Netz?
K.L.
Johannes Eybl
2005-10-27 20:20:12 UTC
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Ja, Pläne gibt es. Muss ich aber erst suchen.

Die wurden im 18. Jhd. aktiv von den österr. Kaisern dort angesiedelt.
Es gab insgesamt 3 grosse "Schwaben-Züge". Oben in DE/AT lief es nicht
besonders(Hungersnöte, schwierige wirtschaftliche Bedingungen), und so
fanden sich viele die gehen wollten. Die Auswander-Willigen bekamen,
Land, ein Haus, Werkzeuge und was man sonst noch so alles braucht für
einen Neustart, packen ihr Zeug auf ein Floss und fuhren die Donau
runter. Um 1850 waren ca. 500.000 Deutsche da unten.
Das Land um Temesvar war grösstenteils unbesiedelt. Man stampfte neue
Dörfer und Infrastruktur aus dem Boden und brachte Siedler rein. Es war
im Prinzip eine deutsche Enklave zwischen Ungarn und Rumänien.

Als am Ende des 2. Weltkrieges die Russen kamen, flohen viele zurück
nach Österreich/Deutschland. Mein Grossvater erzählte, die Wehrmacht
sprach damals von einer kurzfristigen Frontbegradidung, und sie könnten
nach ein paar Wochen wieder nach Hause. Anscheinend glaubten damals noch
viele in der normalen Bevölkerung an den Endsieg. Ein Teil ging dann
nach dem Krieg weiter nach Amerika, da sie in AT/DE auch nicht mehr
wirklich daheim waren bzw. nichts hatten, ausserdem waren sie nicht
überall willkommen(die Salzburger liesen sie zb nicht rein).

Der kleine Rest der unten blieb, verkleinerte sich nochmal nach dem
Mauerfall. Wir trafen ein paar alte Weiberl, die uns die Kirche zeigten.
Die reden ein ganz eigenartiges, altes Deutsch. Die sind auch sehr
dankbar, wenn man ihnen Lebensmittel mitbringt, Pensionisten in Rumänien
habens nicht leicht.
Heute sind die deutschen Orts- und Städtenamen rumänisiert, die Dörfer
sind aber noch sehr original. Auch z.t. die Städte, in der Altstadt in
Temesvar oder Hermannstadt fühlt man sich wie in einer x-beliebigen
Monarchiestadt in Österreich. Ich denke, wenns mit der Region
bergaufgeht, wird davon nicht mehr viel übrgbleiben, und diese Dörfer
werden erstetzt durch EFH-Siedlungen wie man sie sont auch überall sieht.

gruss,
je
Post by Karl-Ludwig Diehl
Post by Johannes Eybl
Ich
wusste bis dahin gar nicht, das Temesvar näher bei Wien liegt als
Bregenz. Die gerasterte, am Reissbrett entworfene Siedlungs-Strukturen,
die damals Maria-Theresia und Josef II. angelegt haben, sind in den
Dörfern fast noch 1:1 erhalten.
Sind da Kolonisatoren angesiedelt worden
aus anderen Regionen?
Gibt es Abbildungen der Siedlungsmuster im Netz?
K.L.
Karl-Ludwig Diehl
2005-10-27 21:50:16 UTC
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Hallo Johannes,
ein interessanter Beitrag.
Kannst Du mal eine Aufzählung machen
von Namen von Ortschaften oder
Kleinstädten, also Deutsch/Rumänisch?

Dann hat man schon mal eine Entsprechung.
Literaturhinweise sind auch sehr nützlich.
Dann kann man mal drin rümwühlen in solchen
Texten.
K.L.
Post by Johannes Eybl
Ja, Pläne gibt es. Muss ich aber erst suchen.
Die wurden im 18. Jhd. aktiv von den österr. Kaisern dort angesiedelt.
Es gab insgesamt 3 grosse "Schwaben-Züge". Oben in DE/AT lief es nicht
besonders(Hungersnöte, schwierige wirtschaftliche Bedingungen), und so
fanden sich viele die gehen wollten. Die Auswander-Willigen bekamen,
Land, ein Haus, Werkzeuge und was man sonst noch so alles braucht für
einen Neustart, packen ihr Zeug auf ein Floss und fuhren die Donau
runter. Um 1850 waren ca. 500.000 Deutsche da unten.
Das Land um Temesvar war grösstenteils unbesiedelt. Man stampfte neue
Dörfer und Infrastruktur aus dem Boden und brachte Siedler rein. Es war
im Prinzip eine deutsche Enklave zwischen Ungarn und Rumänien.
Als am Ende des 2. Weltkrieges die Russen kamen, flohen viele zurück
nach Österreich/Deutschland. Mein Grossvater erzählte, die Wehrmacht
sprach damals von einer kurzfristigen Frontbegradidung, und sie könnten
nach ein paar Wochen wieder nach Hause. Anscheinend glaubten damals noch
viele in der normalen Bevölkerung an den Endsieg. Ein Teil ging dann
nach dem Krieg weiter nach Amerika, da sie in AT/DE auch nicht mehr
wirklich daheim waren bzw. nichts hatten, ausserdem waren sie nicht
überall willkommen(die Salzburger liesen sie zb nicht rein).
Der kleine Rest der unten blieb, verkleinerte sich nochmal nach dem
Mauerfall. Wir trafen ein paar alte Weiberl, die uns die Kirche zeigten.
Die reden ein ganz eigenartiges, altes Deutsch. Die sind auch sehr
dankbar, wenn man ihnen Lebensmittel mitbringt, Pensionisten in Rumänien
habens nicht leicht.
Heute sind die deutschen Orts- und Städtenamen rumänisiert, die Dörfer
sind aber noch sehr original. Auch z.t. die Städte, in der Altstadt in
Temesvar oder Hermannstadt fühlt man sich wie in einer x-beliebigen
Monarchiestadt in Österreich. Ich denke, wenns mit der Region
bergaufgeht, wird davon nicht mehr viel übrgbleiben, und diese Dörfer
werden erstetzt durch EFH-Siedlungen wie man sie sont auch überall sieht.
gruss,
je
Post by Karl-Ludwig Diehl
Post by Johannes Eybl
Ich
wusste bis dahin gar nicht, das Temesvar näher bei Wien liegt als
Bregenz. Die gerasterte, am Reissbrett entworfene Siedlungs-Strukturen,
die damals Maria-Theresia und Josef II. angelegt haben, sind in den
Dörfern fast noch 1:1 erhalten.
Sind da Kolonisatoren angesiedelt worden
aus anderen Regionen?
Gibt es Abbildungen der Siedlungsmuster im Netz?
K.L.
Johannes Eybl
2005-10-27 23:28:28 UTC
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Hallo

Wenn du nach Banat googlest, findest du viele Seiten zu dem Thema, auch
mit Ortsnamen und vieles mehr. Typischweise interessiert sich die
Auswanderer-Generation die heute noch lebt fast gar nicht für das Thema,
meistens sind es deren Nachkommen, die diese ganzen Webseiten machen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Banat ist auch ganz gut zusammengefasst.

Gruss,
JE
Post by Karl-Ludwig Diehl
Hallo Johannes,
ein interessanter Beitrag.
Kannst Du mal eine Aufzählung machen
von Namen von Ortschaften oder
Kleinstädten, also Deutsch/Rumänisch?
Dann hat man schon mal eine Entsprechung.
Literaturhinweise sind auch sehr nützlich.
Dann kann man mal drin rümwühlen in solchen
Texten.
K.L.
Jens Arne Maennig
2005-10-27 19:57:40 UTC
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Johannes Eybl schrieb:

[Einfamilienhäuser mit Stall]
Post by Johannes Eybl
Vor dem Krieg war das in Österreich durchaus üblich. In den alten
Plänen, die bei der Behörde aufliegen, sieht man in Häusern in den
Randlagen oft noch einen kleinen Stall für 1-2 Rinder (oder was da auch
immer gehaust haben mag).
Ich kann dir in Westdeutschland einige Einfamilienhaus-Siedlungen
zeigen, die nach dem Zweiten Weltkrieg für Flüchtlinge aus den
"verlorenen Ostgebieten" gebaut wurden, die auch noch mit diesem Feature
ausgestatet sind. Die Umnutzung erfolgte in den meisten Fällen in den
60er Jahren. Da machte man dann Garagen draus oder erweiterte den
Wohnraum um die ehemaligen Ställe.

Jens
Karl-Ludwig Diehl
2005-10-27 21:53:38 UTC
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Post by Jens Arne Maennig
Post by Johannes Eybl
Vor dem Krieg war das in Österreich durchaus üblich. In den alten
Plänen, die bei der Behörde aufliegen, sieht man in Häusern in den
Randlagen oft noch einen kleinen Stall für 1-2 Rinder (oder was da auch
immer gehaust haben mag).
Ich kann dir in Westdeutschland einige Einfamilienhaus-Siedlungen
zeigen, die nach dem Zweiten Weltkrieg für Flüchtlinge aus den
"verlorenen Ostgebieten" gebaut wurden, die auch noch mit diesem Feature
ausgestatet sind. Die Umnutzung erfolgte in den meisten Fällen in den
60er Jahren. Da machte man dann Garagen draus oder erweiterte den
Wohnraum um die ehemaligen Ställe.
Wir hatten nach dem Krieg auch
Hühner hinter dem selbstgebauten Haus.
Dazu Bienen; und Ponys, die auf gepachteten Wiesen
gegenüber weideten.
Das spielte sich im Westerwald ab.
K.L.
Jens Arne Maennig
2005-10-28 05:46:56 UTC
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Wir hatten nach dem Krieg [...]
War das der 70/71 oder schon der große Weltkrieg 14-18?

SCNR

Jens
k***@web.de
2005-10-28 09:59:13 UTC
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Moin Jens,
Post by Jens Arne Maennig
Ich kann dir in Westdeutschland einige Einfamilienhaus-Siedlungen
zeigen, die nach dem Zweiten Weltkrieg für Flüchtlinge aus den
"verlorenen Ostgebieten" gebaut wurden, die auch noch mit diesem Feature
ausgestatet sind. Die Umnutzung erfolgte in den meisten Fällen in den
60er Jahren. Da machte man dann Garagen draus oder erweiterte den
Wohnraum um die ehemaligen Ställe.
Jo, könnt' ich auch zeigen, wo mein Häuschen eben so eines
ist :-) Von der "Selbstversorger-Landwirtschaft" ist in der Siedlung
nicht mehr viel zu sehen - der eine oder andere Nachbar hat vielleicht
noch ein paar Kaninchen, aber das war's dann auch schon - dafür eben
in der Tat Garage + Carport etc.

Gruß
Klaus
tobias.knittel
2005-10-28 03:37:25 UTC
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Hi Roland,
Post by Roland Mösl
War es mal, oder bis wann war es in Deutschland üblich,
sich im eigenen Garten gleich mit Eiern, Fleisch und Gemüse
zu versorgen?
Aus- und Übersiedler tun das vielfach heute noch, einmal im
Jahr wird geschlachtet. Einige Bauern haben sich darauf spezialisiert,
deren Schweine "in Miete" zu nehmen, sonst gäb es wohl Ärger
mit der Nachbarschaft, bei den heutigen Grundstücksgrößen :-)

Im Grunde ist es einfach gemischt. Immer mehr haben die eigene
Nahrungsmittelproduktion aufgegeben oder eingeschränkt. So
wie sich die Umstände ändern, wird auch wieder mehr selber
angebaut. Im Moment rechnet es sich weniger, meist ist es
Gewohnheit oder Vergnügen, meist sind es die älteren Mitbürger
(Gewohnheit).

Man darf auch nicht vergessen, dass Geflügel und Schweine im Garten
dem heutigen Lebensstil vielfach etwas widersprechen, insbesondere
legt man Wert auf einen gepflegten Ziergarten.

Ein Schwein hat den in einem Tag in eine Schlammgrube verwandelt,
Hühner brauchen etwas länger :-)

Aber tatsächlich kann man nie ausschließen, einmal wieder selbst
Gemüse halten zu müssen, und Tiere anzubauen. Urlaub kann man
dann vergessen. Macht man voll auf Eigenversorgung, und etwas
Zubrotzucht, lebt man in einem Zoo ... Enten, Truthähne, Gänse,
Hühner + Hund als Wächter + Schweine ... ich höre ab und
zu von meinem Nachbarn in F das Chaos rüberschallen, wenn es da
mal Streit gibt, oder ein fremdes Tier rumschleicht :-)

Zwei große Gänse sind schon einmal so gut wie ein Hund. Die bewachen die
Hütte lautstark und angriffslustig, können einem aber auch, da sie ihre
Arbeit sehr ernst nehmen, den Schlaf rauben :-)



Gruß

Tobias
Karl-Ludwig Diehl
2005-10-28 05:27:48 UTC
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Post by tobias.knittel
Zwei große Gänse sind schon einmal so gut wie ein Hund.
In Vietnam, wo Hundehaltung dazu dient,
Nahrungsmittel zu erzeugen, da Hundefleisch
gegessen wird, müßte man mal untersuchen,
ob das eine korrekte Kalkulation ist:
Zwei große Gänse = ein Hund.
Man kann es auch in Indonesien herausfinden wollen
oder anderswo.

Unsere Küche ist zu eingeschränkt. :-))
K.L.
tobias.knittel
2005-10-28 05:46:55 UTC
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Hi Karl,
Post by Karl-Ludwig Diehl
In Vietnam, wo Hundehaltung dazu dient,
Nahrungsmittel zu erzeugen, da Hundefleisch
gegessen wird, müßte man mal untersuchen,
Zwei große Gänse = ein Hund.
Man kann es auch in Indonesien herausfinden wollen
oder anderswo.
schau dir mal diese Gerippe, die Hund genannt werden, genauer an.

Ideal für die Dritte Welt ist das Schwein zu Lande, oder der Karpfen
zu Wasser. Während das Gerippe an Hund zwischen den Hütten
umherstreicht, liegt in der Gosse meist ein fettes grinsendes Schwein,
und läßt sich die Sonne auf den Pelz brennen, bis aus der nächsten
Hütte wieder ein "Häppchen" mit einem Schwung Wasser herauskommt.

Dadurch kann man sich den Rest des Kanals sparen :-)

Gruß

Tobias
Karl-Ludwig Diehl
2005-10-28 12:07:44 UTC
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Post by tobias.knittel
Post by Karl-Ludwig Diehl
In Vietnam, wo Hundehaltung dazu dient,
Nahrungsmittel zu erzeugen, da Hundefleisch
gegessen wird, müßte man mal untersuchen,
Zwei große Gänse = ein Hund.
Man kann es auch in Indonesien herausfinden wollen
oder anderswo.
schau dir mal diese Gerippe, die Hund genannt werden, genauer an.
Ich bin eben einem armen Hund begegnet, der war so
dick, daß er kaum noch gehen konnte: schlachtreif.
Post by tobias.knittel
Ideal für die Dritte Welt ist das Schwein zu Lande, oder der Karpfen
zu Wasser. Während das Gerippe an Hund zwischen den Hütten
umherstreicht, liegt in der Gosse meist ein fettes grinsendes Schwein,
und läßt sich die Sonne auf den Pelz brennen, bis aus der nächsten
Hütte wieder ein "Häppchen" mit einem Schwung Wasser herauskommt.
Dadurch kann man sich den Rest des Kanals sparen :-)
Wie sinnvoll doch
hat die Menschheit
es sich auf dem Planeten
eingerichtet.
Es ist zu hoffen, daß
durch die Raumfahrt
auch andere Planeten endlich
umgestaltet werden, wo sie
doch so unfertig geblieben sind.
(in sieben Tagen war nicht mehr drin,leider)

K.L.
tobias.knittel
2005-10-28 12:26:16 UTC
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Hi,
Post by Karl-Ludwig Diehl
Wie sinnvoll doch
hat die Menschheit
es sich auf dem Planeten
eingerichtet.
Es ist zu hoffen, daß
durch die Raumfahrt
auch andere Planeten endlich
umgestaltet werden, wo sie
doch so unfertig geblieben sind.
(in sieben Tagen war nicht mehr drin,leider)
Universum:

In sechs Tagen wurd es erschaffen,
-der Herrgott kam bis zu den Affen.

Am siebten Tage mußt er ruhn,
-der Mensch blieb übrig, noch zu tun.

Der Affe dann den Menschen bastelt,
hat sich da etwas leicht verhaspelt.

Drum kannst du durch das Weltall sausen,
wo du auch hinkommst, nur Banausen.

Am neuten Tag Herrgott erwacht,
der Mensch hat ihn gleich umgebracht.

Und die Moral von der Geschicht,
wer schläft, der wachet nicht.

Gruß

Tobias
Karl-Ludwig Diehl
2005-10-28 14:07:39 UTC
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Post by tobias.knittel
Am neuten Tag Herrgott erwacht,
der Mensch hat ihn gleich umgebracht.
Also wird es dieser von Dir genannten
Band noch an den Kragen gehen.
Sind das Zeiten.
K.L.
Ernst Sauer
2005-10-28 09:36:15 UTC
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Post by tobias.knittel
Hi Roland,
Post by Roland Mösl
War es mal, oder bis wann war es in Deutschland
üblich,
sich im eigenen Garten gleich mit Eiern, Fleisch und
Gemüse
zu versorgen?
....+....1....+....2....+....3....+....4....+....5....+....6

Bei der Altbausanierung von Regensburg hat man
festgestellt
(so wurde es jedenfalls berichtet), dass man früher
größere
Nutztiere (z.B. Ziegen) auch in den Wohnungen gehalten
hat.
Die Mäuse in Deiner Hütte wollen wir mal nicht
mitzählen :)

Mit Gruß
Ernst
tobias.knittel
2005-10-28 10:23:01 UTC
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Hi Ernst,
Bei der Altbausanierung von Regensburg hat man festgestellt
(so wurde es jedenfalls berichtet), dass man früher größere
Nutztiere (z.B. Ziegen) auch in den Wohnungen gehalten hat.
Die Mäuse in Deiner Hütte wollen wir mal nicht mitzählen :)
stimmt, es gab auch extra geteilte Türen, damit die
Viecher drin oder draußen bleiben ...

der alte Bürgermeister von Pressigny hält auch noch
seine Hüher in und um das Haus. Sieht ulkig aus :-)

Sein Stuhl ist noch mit einem Fuß durch die alten
Eichendielen gebrochen, und steht schief. Aber
das scheint ihn auch nicht zu stören. Dazwischen flattern
die Hühner rum. Die Szene, incl. Inventar, könnte
man glatt für anno 1750 durchgehen lassen :-)

Seither seinerzeit wurde wohl auch nicht mehr gestrichen :-)

Gruß

Tobias
Karl-Ludwig Diehl
2005-10-28 12:18:48 UTC
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Post by tobias.knittel
der alte Bürgermeister von Pressigny hält auch noch
seine Hüher in und um das Haus. Sieht ulkig aus :-)
Das bringt Leben in die Bude.
Immer was los.
K.L.
k***@web.de
2005-10-28 10:03:18 UTC
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Moin Tobias,
Post by tobias.knittel
Man darf auch nicht vergessen, dass Geflügel und Schweine im Garten
dem heutigen Lebensstil vielfach etwas widersprechen, insbesondere
legt man Wert auf einen gepflegten Ziergarten.
Ein Schwein hat den in einem Tag in eine Schlammgrube verwandelt,
Hühner brauchen etwas länger :-)
Na ja, ich denke mal, das liegt aber auch zu einem guten Teil an dem
veränderten Tagesablauf der Leute heute - wenn ich mir mal so die
Arbeitszeiten anschaue + den ganzen "Freizeitstreß", da hat keiner
Zeit für die Viecher....die vereinsamen doch, werden depresiv und
knüpfen sich vermutlich an der nächsten Tomatenstaude auf.
Post by tobias.knittel
Zwei große Gänse sind schon einmal so gut wie ein Hund. Die bewachen die
Hütte lautstark und angriffslustig, können einem aber auch, da sie ihre
Arbeit sehr ernst nehmen, den Schlaf rauben :-)
Du kannst das noch gut und gerne auf einen einzigen guten, kräftigen
Hahn reduzieren, dass passt dann auch ganz gut :-)

viele Grüße
Klaus
tobias.knittel
2005-10-28 10:28:08 UTC
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Hi Klaus,
Post by k***@web.de
Du kannst das noch gut und gerne auf einen einzigen guten, kräftigen
Hahn reduzieren, dass passt dann auch ganz gut :-)
Ach, ich überlege schon länger, aber bräuchte dann auch mehr
Zeit und Platz. Ein kleiner Esel (zum Holz machen und reiten) würde
mich reizen, nur braucht es dann Heu, also eine große Wiese.

Und wie läuft es in England?

Gruß

Tobias
k***@web.de
2005-10-28 11:40:39 UTC
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Moin Tobias,
Post by tobias.knittel
Ach, ich überlege schon länger, aber bräuchte dann auch mehr
Zeit und Platz. Ein kleiner Esel (zum Holz machen und...
Macht denn der Esel Holz? ;-))
Post by tobias.knittel
...reiten) würde
mich reizen, nur braucht es dann Heu, also eine große Wiese.
Das größte Problem ist wohl meist die Zeit....die Tiere wollen halt
auch ein wenig umsorgt werden und nicht immer nur irgendwo allein blöd
rumstehen - das läßt sich ja häufig nicht mit dem "modernen"
Tagesablauf vereinen.
Post by tobias.knittel
Und wie läuft es in England?
Jo, wie Du sicher bemerkt hast, glänze ich hier momentan ja eher durch
permanente Abwesenheit. Bin derzeit so 3-4 Tage die Woche drüben wg.
laufender Baustellen, den Rest der Zeit brauch' ich dann für Vor- und
Nachbereitung sowie neue Projekte. So langsam nähert sich aber die
Ausführung drüben einem vorläufigen Ende und so hoffe ich, daß ich
zur Weihnachtszeit mal ein wenig mehr zur Ruhe komme. Andererseits sind
neue Projekte zu akquirieren, was latürnich nicht ganz ohne Mühe ist.
Generell kann ich aber sagen, ist's ganz gut - mittlerweile hat man
doch ein ganz gutes Verständnis für die speziellen Animositäten
englischer Planning Officers und Behörden allgemein entwickelt -
obschon sie einen immer wieder aufs neue verblüffen können ;-)
Und so ganz allgemein: Das Essen schmeckt (die Engländer können nicht
schlecht kochen - im Gegenteil: das schmeckt viel zu lecker, ist aber
ungesund ;-)), Linksverkehr ist auch o.k. und das Wetter drüben war
bislang wieder Erwarten eher perfekt. Alles in allem also 'ne Menge
Vorurteile wurden wiederlegt, mir gefällt's dort :-)).

viele Grüße
Klaus
tobias.knittel
2005-10-28 12:08:38 UTC
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Hi Klaus,
... Alles in allem also 'ne Menge
Vorurteile wurden wiederlegt, mir gefällt's dort :-)).
Na denn, umso besser.

Das mit dem Esel wird aus den von die beschriebenen
Gründen nicht funktionieren - und als Dauerfahrzeug ist er halt
doch etwas langsam... heute wird man meist vor Abendgrauen
auf der Baustelle erwartet ... ein Grauen bleibt es öfter trotzdem :-)

Gruß

Tobias
k***@web.de
2005-10-28 13:24:32 UTC
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Moin Tobias,
Post by tobias.knittel
doch etwas langsam... heute wird man meist vor Abendgrauen
auf der Baustelle erwartet ... ein Grauen bleibt es öfter trotzdem :-)
Na da bietet sich doch dann aber irgendwie ein "Grautier"
an, oder? :-)

Gruß
Klaus
tobias.knittel
2005-11-01 11:46:26 UTC
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Hi Klaus,
Post by k***@web.de
Na da bietet sich doch dann aber irgendwie ein "Grautier"
an, oder? :-)
Im Morgengrauen rannte doch heute tatsächlich eine
graue zerzauste Ratte vor meinem Auto über die
Straße ... da mußte ich unweigerlich an KLD denken,
und seine Ratteninvasion :-)

Gruß

Tobias
Karl-Ludwig Diehl
2005-11-01 12:25:43 UTC
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Post by tobias.knittel
Im Morgengrauen rannte doch heute tatsächlich eine
graue zerzauste Ratte vor meinem Auto über die
Straße ... da mußte ich unweigerlich an KLD denken,
und seine Ratteninvasion
Korrektur:
Robert Sullivan: Rats. Observations on the History &
Habitat of the City'Most Unwanted Inhabitants.
NYC,2004
Alles weitere dort.
Viel Spaß beim Lesen.
K.L.
tobias.knittel
2005-11-01 16:38:59 UTC
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Hi Karl,
Post by Karl-Ludwig Diehl
Robert Sullivan: Rats. Observations on the History &
Habitat of the City'Most Unwanted Inhabitants.
sah eher nach einer Wanderratte aus. Sie zog
wohl nach Süden, zur Olivenernte - überwintert dann
am Mittelmeer, und Sullivan friert in New York :-)

Gruß

Tobias
Karl-Ludwig Diehl
2005-11-01 16:49:18 UTC
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Post by tobias.knittel
sah eher nach einer Wanderratte aus. Sie zog
wohl nach Süden, zur Olivenernte - überwintert dann
am Mittelmeer, und Sullivan friert in New York :-)
Nee, der saß fast ein Jahr lang mit Nachtsichtgerät
vor potentiellen Rattenlöchern,
ansonsten über Büchern, mit Rattenfängern zusammen
und auf Kongressen rum. Jetzt sitzt er wieder im
Warmen.
Eigentlich erstaunlich, daß sich einer an so etwas
wagt.
Wäre nicht mein Ding.
Seine Familie und Bekannten hatten ihn für verrückt
gehalten.
Als das Buch dann fertig war, waren wieder alle
stolz, ihn zu haben/zu kennen.
K.L.

Jan Selmer
2005-10-28 12:46:00 UTC
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Roland Mösl schrieb:

[Rumänien]
Post by Roland Mösl
Gemüsegarten vorne, hinten Auslauf für etwa 10 Hühner
und 2 Schweine. Alles auf 500m² Grundfläche.
Gibt es so was auch noch wo in Deutschland?
Ja, hier im Saarland noch häufig. Zu den genannten Tieren
außerdem noch Ziegen, Schafe, Kanickel, Gänse, Truthähne und
recht viele Pferde, letztere allerdings nicht auf 500qm.

Jan.
--
Für Mail bitte "news" durch "selmer" ersetzen.
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