(zu alt für eine Antwort)
Verlegetiefe Versorgungsleitungen
Alexander Goetzenstein
2007-04-04 13:41:50 UTC
Hallo,
mir geht es aktuell um Stromversorgungs- und Telefon/Datenleitungen: wie
tief im Boden sollten diese verlegt werden, und mit welchem Abstand
voneinander? Gibt es dafür einzuhaltende Vorschriften, oder sind nur
Empfehlungen verfügbar?
--
Gruss
Alex
Marianne Bloss
2007-04-04 14:03:39 UTC
Post by Alexander Goetzenstein
Hallo,
mir geht es aktuell um Stromversorgungs- und Telefon/Datenleitungen: wie
tief im Boden sollten diese verlegt werden, und mit welchem Abstand
voneinander? Gibt es dafür einzuhaltende Vorschriften,
Ja, die Erschließungsmaßnahmen bereitzustellen ist Aufgabe deiner
Gemeinde, die auch entscheidet, wie die Sparten verlegt und
angeschlossen werden. Einzelheiten und Verpflichtungen erfährst du also
dort.

Marianne
Alexander Goetzenstein
2007-04-04 14:35:31 UTC
Hallo,
Post by Marianne Bloss
Post by Alexander Goetzenstein
mir geht es aktuell um Stromversorgungs- und Telefon/Datenleitungen: wie
tief im Boden sollten diese verlegt werden, und mit welchem Abstand
voneinander? Gibt es dafür einzuhaltende Vorschriften,
Ja, die Erschließungsmaßnahmen bereitzustellen ist Aufgabe deiner
Gemeinde, die auch entscheidet, wie die Sparten verlegt und
angeschlossen werden. Einzelheiten und Verpflichtungen erfährst du also
dort.
gilt das auch nach dem Anschlusskasten innerhalb des privaten
Grundstückes? Sicher kann man solche Leitungen nicht einfach in
Spatenstichtiefe verlegen, und ganz bestimmt gibt es dafür auch irgendwo
eine Zahl, die allgemein gilt, oder?

Hintergrund ist folgender: das Erdkabel zwischen eben jenem Kasten und
dem Hausanschlusspunkt im Keller ist defekt und muss ausgetauscht
werden. Der ausführende Elektriker meint dazu, es würde genügen, das
Kabel in 30cm Tiefe zu verlegen, also Spatenstichtiefe. Das würde dann
auch bedeuten, das ebenfalls zu erneuernde Kabel für Klingel /
Sprechanlage / Außenkamera und das Warnband direkt zusammen in die Erde
zu packen -Platz für Abstand ist dann da ja nicht mehr. Das kommt mir
arg wenig vor, da schon der Gärtner bei der Strauchpflege unfreiwillig
für neue Aufträge für den Elektriker sorgen könnte... Also will ich dem
Elektriker eine Tiefe vorgeben, die aber lieber eine greifbare Grundlage
haben statt nur aus der Luft gegriffen sein sollte.
--
Gruss
Alex
Marianne Bloss
2007-04-04 16:08:57 UTC
Post by Alexander Goetzenstein
Post by Marianne Bloss
Ja, die Erschließungsmaßnahmen bereitzustellen ist Aufgabe deiner
Gemeinde, die auch entscheidet, wie die Sparten verlegt und
angeschlossen werden. Einzelheiten und Verpflichtungen erfährst du also
dort.
gilt das auch nach dem Anschlusskasten innerhalb des privaten
Grundstückes?
Ja. Für den Hausanschluss ist die Gemeinde zuständig, und dazu gehört
die Abzweigung am Versorgungsnetz außerhalb des Gebäudes, die
Mauerdurchführung am Gebäude und die Leitungen bis zur Hauptsicherung
innerhalb des Gebäudes. Die Gemeinden bzw Stadtwerke haben für solche
Fragen Ansprechpartner.

Marianne
Alexander Goetzenstein
2007-04-04 17:37:53 UTC
Hallo,
Post by Marianne Bloss
Post by Alexander Goetzenstein
Post by Marianne Bloss
Ja, die Erschließungsmaßnahmen bereitzustellen ist Aufgabe deiner
Gemeinde, die auch entscheidet, wie die Sparten verlegt und
angeschlossen werden. Einzelheiten und Verpflichtungen erfährst du also
dort.
gilt das auch nach dem Anschlusskasten innerhalb des privaten
Grundstückes?
Ja. Für den Hausanschluss ist die Gemeinde zuständig, und dazu gehört
die Abzweigung am Versorgungsnetz außerhalb des Gebäudes, die
Mauerdurchführung am Gebäude und die Leitungen bis zur Hauptsicherung
innerhalb des Gebäudes. Die Gemeinden bzw Stadtwerke haben für solche
Fragen Ansprechpartner.
das trifft hier offenkundig nicht zu. Es gibt einen Anschlusskasten
außerhalb des Gebäudes auf dem Grundstück, in dem auch die
Hauptsicherungen untergebracht sind. Von dort aus führt ein Erdkabel zum
Anschluss und von dort zum Zähler im Haus. Dieses Kabel wird
ausdrücklich nicht vom Versorger verlegt; nach Abschluss der Arbeiten
kommt von Vattenfall nur jemand vorbei, der die Anschlüsse verplombt.
Bis auf diese Verplombung ist alles weitere Sache des Eigentümers. Das
alles führt aber an der Sache vorbei, denn es geht mir nicht um die
Vorlieben irgendeines Betriebes, sondern um Normen oder allgemeine
Vorschriften. Für die Verlegung innerhalb von Gebäuden ist ja auch genau
festgelegt, wo Elektroleitungen zu verlaufen haben; da kann ich mir
nicht wirklich vorstellen, dass diesbezüglich außerhalb von Gebäuden
eine Lücke klaffen soll. Und eben diese Zahl will ich wissen; bloße
Verweise auf einen nicht zuständigen Betrieb helfen mir nicht weiter.
--
Gruss
Alex
Wolfgang Thiessen
2007-04-04 23:02:12 UTC
Post by Marianne Bloss
Post by Alexander Goetzenstein
Hallo,
mir geht es aktuell um Stromversorgungs- und Telefon/Datenleitungen: wie
tief im Boden sollten diese verlegt werden, und mit welchem Abstand
voneinander? Gibt es dafür einzuhaltende Vorschriften,
Ja, die Erschließungsmaßnahmen bereitzustellen ist Aufgabe deiner
Gemeinde,
Nein, allenfalls Wasser und Abwasser. Das ist doch alles längst
privatisiert ;-)
Post by Marianne Bloss
die auch entscheidet, wie die Sparten verlegt und
angeschlossen werden. Einzelheiten und Verpflichtungen erfährst du also
dort.
Es existieren zumindest für die Höhenlage wasserführender Leitungen
zueinander verbindliche Regeln (vom DVGW, dort zumindest dokumentiert,
<http://www.dvgw.de/>. Frage am besten in de.sci.ing.misc nach.

Wolfgang
w***@gmx.net
2007-04-05 05:31:52 UTC
Post by Marianne Bloss
Ja. Für den Hausanschluss ist die Gemeinde zuständig, und dazu gehört
die Abzweigung am Versorgungsnetz außerhalb des Gebäudes, die
Mauerdurchführung am Gebäude und die Leitungen bis zur Hauptsicherung
innerhalb des Gebäudes.
Das ist falsch. Der Stromanschluss interssiert die Gemeidne überhaupt
nicht, das macht der Stromversorger. Bei uns z.B. eon.
Der Übergabekasten und auch die Hauptsicherungen können sehr wohl
ausserhalb des Gebäudes sein. Sogar die Zähler habe ich schon mal da
eingeplant.

Auch Gas-, Telefon- und sonstige Medienleitungen gehen die Gemeinde
nichts an sondern nur die Versorger. Die sprechen mit dem
Grundeigentümer ab wo die Leitungen liegen. Zumindest sollten sie das,
in der Realität buddeln ihre Subberer durch den Garten wo sie wollen
wenn man nicht daneben steht und aufpasst.

Allein Wasser und Abwasser liegt in der Hand der Kommune. Das ist
(noch) nicht privatisiert.


Walter
Marianne Bloss
2007-04-05 07:18:51 UTC
Post by w***@gmx.net
Post by Marianne Bloss
Ja. Für den Hausanschluss ist die Gemeinde zuständig, und dazu gehört
die Abzweigung am Versorgungsnetz außerhalb des Gebäudes, die
Mauerdurchführung am Gebäude und die Leitungen bis zur Hauptsicherung
innerhalb des Gebäudes.
Das ist falsch. Der Stromanschluss interssiert die Gemeidne überhaupt
nicht, das macht der Stromversorger. Bei uns z.B. eon.
Das ist nicht falsch, nur weil es von Gemeinde zu Gemeinde etwas anders
geregelt ist. Das bayer. Innenministerium verweist Bauherren in
Erschließungsfragen ausdrücklich an die Gemeinde, wo sie die
entsprechenden Auskünfte erhalten.

Hier in München ist es so, dass die Stadtwerke ein Hausanschlussbüro für
alle Sparten unterhalten, also auch Strom.

http://www.swm.de/de/service/hausanschluss.html

Marianne
Marianne Bloss
2007-04-05 07:39:20 UTC
Post by Wolfgang Thiessen
Post by Marianne Bloss
Ja, die Erschließungsmaßnahmen bereitzustellen ist Aufgabe deiner
Gemeinde,
Nein, allenfalls Wasser und Abwasser. Das ist doch alles längst
privatisiert ;-)
Naja, die Stadtwerke München sind zwar eine GmbH, aber einziger
Gesellschafter ist die Kommune ;-)

Marianne
Wolfgang Thiessen
2007-04-05 23:15:35 UTC
Post by Marianne Bloss
Post by Wolfgang Thiessen
Post by Marianne Bloss
Ja, die Erschließungsmaßnahmen bereitzustellen ist Aufgabe deiner
Gemeinde,
Nein, allenfalls Wasser und Abwasser. Das ist doch alles längst
privatisiert ;-)
Naja, die Stadtwerke München sind zwar eine GmbH, aber einziger
Gesellschafter ist die Kommune ;-)
Hier in B sind mittlerweile die meisten Ver- und Entsorger an Dritte
verkauft worden: Strom, Wasser und Gas. Nur die Müllabfuhr ist noch
landeseigen, aber die macht auch so einen leichten Gewinn - die
Verkehrsbetriebe will keiner so recht, die sind trotz der niedrigsten
PKW-Dichte in D immer noch zu defizitär.

Wolfgang
Marianne Bloss
2007-04-06 10:16:42 UTC
Post by Wolfgang Thiessen
Hier in B sind mittlerweile die meisten Ver- und Entsorger an Dritte
verkauft worden: Strom, Wasser und Gas. Nur die Müllabfuhr ist noch
landeseigen, aber die macht auch so einen leichten Gewinn - die
Verkehrsbetriebe will keiner so recht, die sind trotz der niedrigsten
PKW-Dichte in D immer noch zu defizitär.
Da fällt mir wieder der diesjährige Aprilscherz der SZ ein. Da hieß es,
dass Wowi den Knut im Internet versteigern lassen will, um seinen
Haushalt zu sanieren ;-)

Marianne
Adrian Herrmann
2007-04-07 16:12:46 UTC
Hallo,

nun, viel Erfolg hattest Du bisher nicht. Wie aber schon gepostet wurde gibt
es regionale Unterschiede. Dabei gilt Abwasserleitungen und
Wasserzuleitungen müssen grundsätzlich frostfrei gegründet sein, d.h. in den
meisten Fällen Sohle tiefer als 80cm manche geben auch den Scheitel in
dieser Tiefe an.

Für Elektrokabel u.dgl. ist die Frostfreiheit zweitrangig und diese
Leitungen werden regelmäßig höher verlegt. Macht keiner eine Angabe werden
60cm angenommen. Ob das irgendwo nochmal gesondert geregelt ist weiß ich
nicht. Bei der Wahl der Tiefe spielt der Aufbau der Außenanlagen eine Rolle.
Auf alle Fälle heißt das im Grünbereich tiefer als ein Spaten und im
befestigten Bereich legt man die Kabel auch nicht in den Unterbau sondern
tiefer und mit 60cm bist Du i.d.R. unter diesen Bereichen, es sei denn es
gibt Gründe für höhere Aufbauten.

Ggf. ist es sinnvoll die Kabel im Leerrohr zu verlegen, vor allem dann wenn
es zwingende Gründe gibt oberflächennah zu bleiben..

Noch ein Hinweis. Telefonkabel, Breitbandkabel u.dgl. werden in einem
Abstand von wenigstens 10 cm zu einem Stromkabel verlegt. Das gilt im Haus
genau so. Im Freibereich wählt man größere Abstände von ca. 30cm. I.d.R.
hat man dort Platz.

Gruß
Adrian